PressemitteilungMit dem Rauchen aufhören ist schwer - Eine Lüge des Gehirns |
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Eine erfolgreiche Rauchentwöhnung muss sowohl die physische wie auch die
psychische Wirkung des Rauchens berücksichtigen. Über die Wirkung von Nikotin im Gehirn
geben die neurowissenschaftlichen Forschungen der letzten Jahre Aufschluss. Professor Lutz Schmidt aus Berlin hat zu dem Thema auf der 2. Nikotinkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Nikotinforschung in Erfurt ausgeführt, "dass Nikotin nicht nur psychostimulierende Wirkung habe. Vielmehr stoße es im Gehirn die gesamte Breite der Neuromodulatoren an und wirke wie der Dirigent in einem Konzert auf viele Instrumente ein". Insbesondere die Wirkung auf das Hirnareal mit dem Namen "Nucleus accumbens", dem menschlichen Belohnungssystem, hat entscheidende Bedeutung, wenn man mit dem Rauchen aufhören will. Der Nucleus accumbens belohnt uns für das Rauchen mit einem angenehmen Gefühl, neigt aber beim Absetzen der Zigaretten zu einer Fehlinterpretation und reagiert mit der Initiierung von Entzugsgefühlen. Neben der Aktivität des Nucleus accumbens gilt es die Bedeutung des Rauchens als eine erfahrungsgesteuerte Handlung zu erkennen, die einen ganz bestimmten, individuellen Zweck verfolgt; mag der Zweck auch heute ein anderer sein als der, den wir mit der ersten Zigarette in unserem Leben zu erreichen versucht haben.
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Möchte ich von der Sklaverei des Rauchens in die Freiheit gelangen, sind diese beiden Erkenntnisse, "Wirkung von Nikotin im Belohnungszentrum des Gehirns" und "Rauchen als vom Unbewussten gesteuerte Handlung zur Erreichung eines je individuellen Zwecks", zu beachten. Anderenfalls steht mir der altbekannte schwere Weg bevor. Ist sich der Raucher über die neuronale Wirkungsweise des Rauchens im Klaren, wird er erkennen, dass alle seine Vorstellungen über die Schwierigkeiten des Aufhörens, dem Gefühl der Entbehrung und des lebenslangen Verzichts, vom Unbewussten genährte Illusionen sind - eine Lüge des Gehirns. Lasse ich diese Illusionen erst einmal los, erwartet mich ein leichter und genussvoller Weg in die Freiheit. Klaus Silenski
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